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Karfreitage wie dieser…

Heute ist Karfreitag. Ein Tag, mit dem wir eigentlich so gar nichts anfangen können.
Fangen wir mal an: Warum heißt dieser Tag Karfreitag? Mittelhochdeutsch "kar" = Althochdeutsch "chara" = Wehklage, Trauer - Also der Tag, an dem man über die Kreuzigung Christi trauert. Am Ostersonntag wird dann wieder gefeiert (nämlich die Auferstehung).
Und was soll man nun an diesem Tag machen? Trauern oder traurig sein? Klingt irgendwie unlogisch, denn jeder weiß ja, wie die Geschichte am Sonntag ausgeht. Warum sollte man über etwas traurig sein, wenn man weiß, dass es in zwei Tagen das Happy End gibt?
Bezogen auf das „richtige Leben“ ist somit Ostern der „ideale“ Trauerfall: „Erst Aua und zwei Tage später ist alles wieder gut?“ Ich weiß, dass ist nun ziemlich überzogen, aber leider schaut’s im „richtigen Leben“ ganz anders aus. Wenn man zum Beispiel über den Verlust eines Menschen trauert, dann spielt die Endgültigkeit meiner Meinung nach die wichtigste Rolle. Man wird niemals mehr mit dem Menschen reden können, niemals mehr mit ihm Erfahrungen teilen können. Alles, was in Verbindung mit diesem Menschen war, hört einfach auf – wie ein gnadenloser Schlussstrich mit der Gewissheit, dass dahinter garantiert nichts mehr kommt. Gut, für die Christen gibt den Himmel, wo man sich wahrscheinlich wieder trifft. Für Buddhisten und Hindus gibt es die Reinkarnation, bei der man sich sogar wieder auf der Erde treffen kann. Aber selbst wenn man daran glauben sollte, so steht fest, dass es entweder eine Zeit ohne den Menschen geben oder man diesen Menschen in der bekannten Form nicht mehr sehen oder treffen wird. Beides nicht wirklich beruhigend, oder? Aber ganz ehrlich, was soll über den Verlust eines Menschen hinweghelfen oder beruhigend wirken? Da gibt es erst einmal nichts, das muss man akzeptieren!
Aber genau diese Akzeptanz ist der Weg aus der Leere: Das Leben mit seinen Höhen und Tiefen akzeptieren und dabei seinen Weg gehen. Mal geht man diesen Weg alleine, mal geht man ihn gemeinsam mit Anderen. Es kommen neue Menschen hinzu, die dich begleiten und sie gehen wieder weg. Wichtig ist, dass du deinen Weg gehst, Schritt für Schritt, ohne stehenzubleiben. Mal ist es schwerer, steiler Weg und mal ist es leichter, schöner Weg. Egal, was dir auf diesem Weg passiert, gehe ihn weiter. Und wenn du auf deinen Weg zurückblickst, wirst du sehen, dass je steiler dein Weg, danach die Aussicht umso schöner war…
10.4.09 13:34
 


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bisher 2 Kommentar(e)     TrackBack-URL


Silke Manghofer (10.4.09 19:30)
Hallo Bruderherz,
das hast Du wirklich treffend beschrieben. Da muss man gar nichts hinzufügen. Ich denke, wir haben schon so viele erlebt, dass man einfach so denken muss!
Aber eins muss ich dir noch schreiben:
Ich bin wirklich froh einen so tollen Bruder zu haben! Ich bin saumäßig stolz auf dich!
DANKE, dass es dich gibt!
Silke


Guido (10.4.09 20:09)
Ich bin sprachlos... Ähm... Auch wenn ich am Sonntag eigentlich nichts mitbringen soll, die Flasche Champagner muss einfach sein... ;-)
Zusammen sind wir stark und wir werden das nun alles gemeinsam schaffen. Danke, dass es Dich gibt!
Yes, we can! Yes, we can together!
Guido

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